| Oktober 2010
1. Previewtour JAFFA – THE ORANGE’S CLOCKWORK und Kinostart 2. Filme von Eyal Sivan 3. DOK Leipzig – Irit Neidhardt in EU OSHA Jury 4. Veranstaltung: Kino und Koran – Podiumsdiskussion in München 5. Veröffentlichung – Palästina neu erfinden: Das Friedenskino von Jenin 6. DVD des Monats – THE ONE MAN VILLAGE 7. Neue Adresse ab 1.11.2010 -----------------------------------
1. PREVIEWTOUR JAFFA – THE ORANGE’S CLOCKWORK UND KINOSTART Am 14.10.2010 startet JAFFA – THE ORANGE’S CLOCKWORK, der neue Film von Eyal Sivan (Ein Spezialist, Route 181, Aus Liebe zum Volk) bundesweit im Kino. Ab 10.10. reist Sivan auf Preview Tour durch die Republik:
10.10.2010, 19.00h Premiere in Kooperation mit dem WDR im Filmforum Köln 11.10.2010, 19.00h ZKM Karlsruhe 12.10.2010, 21.00h 3001 Kino Hamburg 13.10.2010, 19.30h Kino in Künstlerhaus Hannover 14.10.2010, 20.00h Eiszeit Kino Berlin
Eine großartige Dokumentation, der man großes Kino wünscht. (schnitt)
The film is a moving and critical, yet balanced, multi-layered political essay that unpeels the complicated and untold story of the invention of the world´s most famous fruit that originated in Palestine in the mid-19th century and was named after the sea port of Jaffa, where it was first produced for export. (Aviva-Berlin.de)
Inhalt
Wer kennt sie nicht, die Jaffa-Orange? Seit Jahrzehnten ist sie lecker, gesund und weltberühmt. Selbst Stars wie Ingrid Bergman und Louis Armstrong posierten für sie – „Jaffa“ war die Coca-Cola der Fruchtsäfte. Die Geschichte der Hafenstadt Jaffa, deren Rumpf heute ein Stadtteil von Tel Aviv ist, ist Jahrtausende alt. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war sie eine der lebendigsten und kosmopolitischsten Städte des Nahen Ostens - kulturell, ökonomisch und politisch. In ihrem Umland wurden über Jahrhunderte Orangen kultiviert, der Export der palästinensischen „Jaffa-Oranges“ durch den Hafen gewährleistet. Mehr
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2. FILME VON EYAL SIVAN mec film freut sich, Kinos und Institutionen folgende Filme von Eyal Sivan zur Verfügung stellen zu können. Die Mehrzahl der Filme (die neueren Arbeiten) ist mit deutschen Untertiteln verfüg bar. Für Buchungen und Preisanfragen wenden Sie sich bitte an Irit Neidhardt, Tel: 030-66766700 oder
irit@mecfilm.de
Der Regisseur Eyal Sivan hat 1987 seinen ersten Film vorgelegt. In ‚Aqabat Jaber – Passing Through‘ widmet er sich als einer der ersten israelischen Regisseure der Situation der palästinensischen Bevölkerung in den 1948 errichteten Flüchtlingslagern. Bereits in dieser Arbeit legte der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Regisseur den Grundstein für sein Oeuvre, in dem er sich mit verschiedenen Spielarten politischer Gewalt und kollektiver Erinnerung auseinandersetzt. Sivan verweigert sich in seinen filmischen Reflexionen nationalistischen Narrativen und legt das Augen merk häufig auf Täterschaft und Mitläufertum, sei es in seinen Arbeiten über Wirkungen des Zionismus wie ‚Izkor – Sklaven der Erinnerung‘ (1991) oder seinem jüngsten Film ‚Jaffa – The Orange’s Clockwork‘ (2009) oder den Auseinandersetzungen mit den Genoziden in Afrika, ‚Burundi, under Terror‘ (1996) und ‚Itsembatsemba, Rwanda one Genozide later‘ (1997), mit Überwachungsmaterialien der Stasi in ‚Aus Liebe zum Volk‘ (Koregie Audrey Maurion, 2004) und seinem bahnbrechenden Werk ‚Ein Spezialist – Portrait eines modernen Mörders‘ (1999), das Pate für zahlreiche Filme über Kriegsverbrechertribunale gestanden hat und steht. Filmliste als pdf zum Download
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3. DOKFEST LEIPZIG – IRIT NEIDHARDT IN EU OSHA JURY Das Internationale Dokumentar- und Animationsfilm Festival Leipzig hat Irit Neidhardt von mec film in die OSHA Jury eingeladen. Der Healthy Workplaces Film Award wird von der Europäischen Agentur für Sicherheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) gestiftet und geht an einen herausragenden Dokumentarfilm zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz. Das Festival findet vom 18.-24.102010 in Leipzig statt. -------------------------------
4. VERANSTALTUNG: KINO UND KORAN – PODIUMSDISKUSSION IN MÜNCHEN Kino und Koran: Ein Podium über das aktuelle Kino in und über islamische Gesellschaften Kaum ein anderes Genre ermöglicht einen so facettenhaften Zugang zu anderen Gesellschaften und Kulturen, wie die Filmkultur. Wo sonst, lässt sich das verzerrte Bild eines monolithischen „Islam" so eindrücklich widerlegen, wie in den Filmen, die in islamisch geprägten Gesellschaften entstanden sind oder in denen, die von Migranten aus islamischen Ländern geschaffen wurden. In vielen dieser Länder machte sich in den letzten Jahren ein neues Kino, das die Grenzen der Konvention durchbricht, bemerkbar, mit einer Vielzahl von Strömungen bis hin zum experimentellen Film. Neu darin ist das Streben nach einem persönlichen Ausdruck, sei es auf inhaltlicher oder auf ästhetischer Ebene. Der Rezeption von Filmen aus nicht westlichen Kulturen, so diese überhaupt stattfindet, stehen aber bei uns oft Unkenntnis und Missverständnisse entgegen. Häufig werden in solchen Filmen nur die Antworten auf die immer gleichen Fragen des Westens an die islamische Welt gesehen. So wird die Lesart dieser Geschichten von unserer medial geformten Wahrnehmung „des Islam" beherrscht. Das Podium „Kino und Koran" fragt nach den Filmkulturen und Autoren aus diesen Regionen, wie auch nach den Widerständen einer angemessenen Rezeption dieser Filme hierzulande. Mit: Irit Neidhardt, Filmproduzentin und Betreiberin des Filmverleihs mec film (middle eastern cinemas) Amin Farzanefar, Islamwissenschaftler und Filmjournalist. Autor von „Kino des Orient", Marburg 2005 Viola Shafik, Filmwissenschaftlerin aus Kairo. Verfasserin von „Der arabische Film, Geschichte und kulturelle Identität", 1997 und von „Popular Egyptian Cinema", Cairo 2007 Moderation: Fatima Abdollahyan, Journalistin und Filmemacherin
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Changing Views Gesichter und Perspektiven eines europäischen Islam. Kunst und Kulturen der islamischen Welt der Münchener Volkshochschule.
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5. VERÖFFENTLICHUNG – PALÄSTINA NEU ERFINDEN: DAS FRIEDENSKINO VON JENIN © inamo Nr. 63, Herbst 2010, Jahrg. 16, Seiten 57-61 Auf Initiative des Dokumentarfilmers Marcus Vetter und mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes wurde Anfang August 2010 das Cinema Jenin über 20 Jahre nach seiner Schließung wieder eröffnet. Es ist als „Kino für den Frieden“ konzipiert und soll den Menschen in Jenin Hoffnung geben. In ihrem Artikel spürt Irit Neidhardt den unterschiedlichen Definitionen des Begriffs Frieden, die im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts und den verschiedenen Lösungsversuchen angewendet werden nach und hinterfragt das Friedenspotential des Cinema Jenin kritisch. Zur inamo-Seite --------------------------------
6. DVD des Monats – THE ONE MAN VILLAGE
Ein wunderbares Werk, in jeder Hinsicht. radioeins Ein Film voller Poesie und einfacher Lebensweisheiten. Berliner Morgenpost Ein exzellent beobachteter, subtiler Film. programmkino.de
Inhalt
Semaan führt ein ruhiges Leben auf seinem Hof in dem kleinen Dorf Ain el-Halazoun in den libanesischen Bergen. Der Ort wurde während der Kämpfe im libanesischen Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 völlig geleert und zerstört. Heute, viele Jahre nach einer offiziellen Aussöhnung, kommen seine ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner – alle aus der El Habre Familie - regelmäßig zurück, um ihr Land zu bewirtschaften und ihre Häuser zu besuchen und verlassen den Ort immer vor Sonnenuntergang. In seinem tröstenden sowie humorvollen Film beobachtet Simon El Habre das Leben in seinem quasi-Geisterdorf und versucht, die kollektive und individuelle Erinnerung in einem Land zu reflektieren, das anscheinend nichts aus seiner Vergangenheit gelernt hat und für einen neuen Krieg bereit scheint.
Libanon 2009, Simon El Habre, Dokumentarfilm, 86min, Arabisch Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch (kleiner Fehler in der Setzung der Titel), Serbisch, Spanisch, Italienisch Bonus: Deleted Scenes, Kurzfilm, Making-Of PAL, kein Ländercode
Homevideo 20,-€ Ö-Rechte 100,- € V+Ö-Rechte 150,- € zzgl. Versandkosten
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7. NEUE ADRESSE AB 1.11.2010
mec film zieht um. Neue Adresse ab 1.11.2010 mec film Emdener Str. 48d 10551 Berlin Telefon, Fax und Mail bleiben wie gehabt -------------------------------
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