| August 2010
1. JAFFA – THE ORANGE’S CLOCKWORK von Eyal Sivan – Kinostart 14. Oktober 2. THE ONE MAN VILLAGE – jetzt auf DVD 3. Veranstaltungen 4. Veröffentlichung 5. DVD des Monats – WOMEN IN THE SUN -----------------------------------
1. JAFFA – THE ORANGE’S CLOCKWORK von Eyal Sivan – Kinostart 14. Oktober Eyal Sivan’s neuer Dokumentarfilm porträtiert die wechselvolle Geschichte der einst palästinensischen Orangenplantagen Jaffas, ihre schleichende Enteignung im Zuge der zionistischen Besiedlung sowie die Kreation der weltberühmten israelischen Marke „Jaffa“. Anhand von außergewöhnlichem Archivmaterial und Interviews spürt der Regisseur nach, wie Israel mit Hilfe der Orange im wahrsten Sinne des Wortes sein Image geschaffen und vermarktet hat. Eyal Sivan, IL/D/F/B 2009, 88 min, Dokumentarfilm, Hebr./Arab./Engl./Franz. mit dt. UT, digital/Video
FILMKUNSTMESSE Der Film ist am 16.9.2010 in der Nato in Leipzig zu sehen. Die Vorführung findet in Kooperation mit eurient e.V. und in Anwesenheit der Verleiherin statt. Der Eintritt ist für Akkreditierte der Filmkunstmesse kostenfrei.
PREVIEW-TOUR MIT DEM REGISSEUR: 10.10.2010 Premiere in Kooperation mit dem WDR im Filmforum Köln 11.10.2010 ZKM Karlsruhe 12.10.2010 3001 Kino Hamburg 13.10.2010 Kino in Künstlerhaus Hannover 14.10.2010 Eiszeit Kino Berlin
HINTERGRUNDMATERIALIEN Auf dieser Seite stehen weiterführende Materialien und Informationen zum Film. Es sind Begriffe, Personen und historische Materialien mit direktem Bezug zum Film. ----------------------------------
2. THE ONE MAN VILLAGE – jetzt auf DVD Nun ist die DVD von Simon El Habre’s mehrfach preisgekrönten Film THE ONE MAN VILLAGE über die Folgen des libanesischen Bürgerkrieges in der mec film Edition erschienen, mit Unterstützung von Metropolis Distribution aus Beirut, Fund 92 / Freezone Festival aus Belgrad und VisioSfeir aus Lyon.
Die DVD ist wie folgt ausgestattet Untertitel: Deutsch, Englisch, Serbisch, Spanisch, Italienisch Bonus: Deleted Scenes, Sort-film, Making-Of PAL, kein Ländercode
Sie können die DVD hier erwerben oder über den Buchhandel bestellen. ---------------------------------------
3. Veranstaltungen
Irit Neidhardt (mec film) steht für Filmgespräche zu den Filmen im Verleih von mec film sowie in anderen Filmreihen oder Sonderveranstaltungen zur Verfügung. Weiter finden Sie in diesem permanenten Veranstaltungsangebot verschiedene Vorträge, Seminare und Workshops zum Nahen Osten im Film oder Film in Nahost. Die Veranstaltungen behandeln die Selbstdarstellung der jeweiligen Gesellschaften im Film sowie den westlichen Blick auf die arabischen Länder und Israel – in erster Linie anhand von Produktionsbedingungen und der Rezeption von Filmen.
Beispiele Veranstaltungen DAS IMAGE DES ISRAELISCH-PALÄSTINENSISCHEN KONFLIKTS IM FILM Es scheint als sei kein anderer Konflikt in den letzten 40 Jahren so viel bebildert worden, wie der in Israel und Palästina. Er wurde für das TV aufgenommen, in Filmen reflektiert und in Photographie dokumentiert. Die meisten Bilder, die wir kennen wurden im Konfliktgebiet selbst aufgenommen. Ein Gebiet, zu dem die meisten Araber keinen Zugang haben. Ein Konflikt, zumeist von Fremden dokumentiert, die die entsprechend Sprachen oft nicht sprechen und die sozialen und lokalen Codes nicht entziffern können. Oder erzählt von denen, die tief in ihn verstrickt sind. Was sind es für Bilder, die wir zu sehen bekommen? Was ist ihr Zweck und was reflektieren sie? Mobilisieren sie oder dokumentieren sie Stillstand? Was ist ein Bild des israelisch-palästinensischen Konflikts? Was ist sein Image?
Weitere Beispiele und Referenzen
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4. Veröffentlichung
Ajami (Filmkritik) von Irit Neidhardt, erschienen in der inamo 62 / Sommer 2010 (Filmkritik nur in der gedruckten Ausgabe)
Irit Neidhardt schreibt auch in Ihrem Auftrag Texte zum Themengebiet Film und Nahost sowie über die Rezeption von Filmen aus Nahost in Europa. Wenn Sie z.B. ein Kulturprogramm zusammengestellt oder eine Filmreihe geplant haben und einen einleitenden Text brauchen. Oder Sie erstellen einen Reader über Reisen, sagen wir, in den Libanon und würden sich dem Land gerne auch über seine filmische Produktion nähern. Vielleicht geben Sie ein Buch heraus, in dem Sie Artikel über Filmproduktion im Exil versammeln. Eine Übersicht Veröffentlichungen finden Sie hier
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5. DVD des Monats – WOMEN IN THE SUN
Inhalt Wie wurde während der Aufbruchsstimmung in den West Bank Ende der 90er Jahre über Gewalt gegen Frauen diskutiert? Der Film begleitet Frauen, die Gewalt in der Gesellschaft erleben sowie Aktivistinnen, die sich gegen Gewalt an Frauen einsetzen und kombiniert persönlichen Erzählungen mit öffentlichen Debatten: Eine Konferenz über „Selbstmord“ in Gaza, die Foren des Frauen-Modell-Parlaments, die im Frühjahr 1998 in der West Bank und in Gaza getagt haben. Zwei junge Männer sprechen aus der Gefängniszelle in Ramallah über ihre Gründe, eine Verwandte getötet zu haben, die die Familie entehrt hat. Stimmen von vier Frauen berichten über Gewalterfahrungen im familiären Umfeld.
The idea for this film started more than a year and half ago. Almost every day in the newspapers, I was reading reports of suicides, and I began thinking that I wanted to do a film on suicide. When I was in Gaza, I found myself filming events and things related to suicide. In June 1997, the Ministry of Information hosted a conference on the problem, and I found it interesting how the issue of suicide became so multi-layered and controversial when it came to women. The discussion was mostly geared towards women, as if suicide was a “women's problem” and not a societal problem. Women were discussed at this conference almost as scapegoats. Then I did interviews with three women from Gaza, each one of them had attempted suicide. I think their personal stories, their voices and the dark places they speak from made me really just want to focus on women in this film. And maybe I was set up for such a thing from long before. I always liked my mother and my sisters more than my father. In New York, in my studies, whether it was being Palestinian, being a refugee, I don't know, but I found myself attracted to areas of readings and writings of feminist studies, gay and lesbian groups, black consciousness, these groups that still have some subversive elements to them. This is not a film about Palestinian women this is not a representation of Palestinian women, this is a film of perspectives, it sheds light on some areas of the lives of some Palestinian women. How representative they are I don't know. Who can judge, who can tell how much it applies? I don't know. This is a personal film because I really wanted to tell my sisters and my mother how much I love them in this film. (Palestine Report, August 1998)
Sobhi al-Zobaidi, Palästina 1998, Dokumentarfilm, 58 min, Arabisch Untertitel: Englisch PAL, kein Ländercode, sofort lieferbar
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