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The One Man Village
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Pressestimmen

Ein wunderbares Werk, in jeder Hinsicht (radioeins, Knut Elstermann)

Eine bildstarke Hommage auf einen Mann, der als einziger in ein zerstörtes Bergdorf zurückgekehrt ist. (kino-zeit.de)

Ein exzellent beobachteter, subtiler Film. ( programmkino.de, Michael Meyns)

"Simon El Habre zeigt die mediterrane Landschaft in ihrer schroffen Schönheit und Gnadenlosigkeit. Sein Onkel lebt mit der steinigen Erde, den rauen Wintern in friedlicher Koexistenz. Er ist ein Pionier in seiner Enklave jenseits von Vergangenheit und Zukunft, einer jener heiligen Narren, die diese Welt nötig hat. (Berliner Zeitung, Christina Bylow) 

[…] Kein Spielfilm, obwohl mit zahllosen märchenhaften Bildern aufwartend, ist dagegen die libanesische Dokumentation "The One-Man Village". Regisseur Simon El Habre besucht hier seinen Onkel Semaan im Dorf Ain El-Halazoun, in dem dieser seit fünf Jahren ganz allein mit Katze, Hühnern und Kühen lebt. Der libanesische Bürgerkrieg von 1982 hat diesen Landstrich entvölkert, und der wunderbare Film zeigt auf berührende Weise, wie ein Mann in ein Idyll flüchtet, um tief liegende Narben zu verstecken. Ein Film voller Poesie und einfacher Lebensweisheiten. (Berliner Morgenpost, Eberhard von Elterlein)

"The One Man Village" ist das eindringliche Porträt einer komplexen, vergessenen Landschaft, die größtenteils von der älteren Generation als ein mit Erinnerungsstücken besetzter Phantom-Ort ihres Gedächtnisses aufgesucht wird. … Weit über den eigenen, familiären Zugang und Horizont hinaus gelingt es Simon El Habre in "The One Man Village", die Landschaft als Gedächtnisraum zu zeigen. Mit zurückhaltender Distanz versucht er - als Stillleben und in gezielten und doch beiläufigen Gesprächen - nicht nur seinen Onkel zu verstehen, sondern auch die psychosozialen Facetten derer, die es vorzogen, nicht in das Dorf zurückzukehren. ( taz, Bettina Allamoda)

Dabei spart "One Man Village" Details aus - sowohl über den Hintergrund und Verlauf des Bürgerkriegs, von dem niemand hier oben wusste, wie er überhaupt begonnen hatte, als auch über die Biografie seines Protagonisten, der in den Ruinen des Kriegs seinen Frieden gefunden hat, auch wenn der Schmerz fühlbar bleibt. Eine ruhige, sehr atmosphärische Momentaufnahme einer Welt, die sicher nicht zufällig mit Bildern des Frosts beginnt und in Wärme endet. ( www.kino.de )

Letztendlich gelingt dem Filmemacher eine Meditation über die Wunden des Krieges, ohne diese offen zur Schau zu stellen. Das Portrait des stoischen Einsiedlers in einem Geisterdorf berührt vor allem deshalb so ungemein, weil es die Schönheit des Lebens an sich feiert und sich nicht in der sezierenden Analyse zergeht. ( moviemaze.de )

Einfühlsam und unaufdringlich dokumentiert Simon El Habre über mehrere Monate hinweg das Leben zwischen den Ruinen, hört den alten Familien- und Dorfgeschichten zu, hält die Besuche enger Familienangehöriger und die anderer Menschen mit einer einfachen Kamera fest, die eindringlich ist, nie aber aufdringlich wird. Auf einen Kommentar, der die Wunden des Bürgerkriegs zur Schau stellen würde, wird verzichtet. Auch der Ton spielt eine entscheidende Rolle, transportiert die Stille und schafft die fast meditative Ruhe, die den Film so angenehm und letztendlich hoffnungsvoll macht. Die Landschaft wird zum Gesicht, die Gesichter werden zur Landschaft. Die Seele des Films ist freilich der Onkel – und die Ruhe, die er ausstrahlt. So entsteht eine fast meditative, dabei durchaus humorvolle Langzeitbeobachtung über das Leben zwischen den Ruinen. Dem Regisseur gelingt es, über die teilnehmende Beobachtung zu verdeutlichen, wie gegenwärtig die Vergangenheit im Libanon und wie dünn die Schicht des Friedens über den unbewältigten Konflikten ist. „The One Man Village“ nimmt den Zuschauer mit auf die Reise; am Ende verlässt man fast mit Bedauern das Dorf und seinen einzigen Bewohner in einer langen Autofahrt über die zahlreichen Kurven einer schmalen Gebirgsstraße. (Film-Dienst, Wolfgang Hamdorf)

Simon El Habre ist ein Filmemacher, dessen Namen, den man sich merken muss. Sein Talent für Bildkomposition und Vermittlung von Atmosphäre deuten darauf hin, dass sein nächstes Projekt ohne weiteres ein Spielfilm sein könnte. (Screen Daily, Fionnuala Halligan)

In den individuellen Erzählungen scheinen die Geschichte des Libanon und die Situation eines Landes zwischen Vergessen und Erinnern auf. Ein Film, in dem Schrecken und Schönheit, Schmerz und Poesie nah beieinander liegen. Eine unaufdringliche Reflexion über Heimat, die Verbundenheit mit Orten und Menschen, die Auswirkungen von Krieg sowie den Versuch, schmerzhafte Erinnerungen ins Leben zu integrieren. (Berlinale, Forum Booklet)

Aufregend, schmerzvoll, reif und sehr gut gemacht. Der Film kündigt die Geburt eines wahren Filmkünstlers an, der Mut und Talent miteinander kombiniert. Ein Film, in dem es kleinen Platz für Hass gibt.
(Al-Akhbar, Pierre Abi Saab (Kritik zur Weltpremiere im Oktober 2008)

Ein Film, der unter die Haut geht. (Al-Mustaqbal, Reema Mismar)

Es hat den Anschein, dass dies der herausragende Film des Jahres 2008 aus Beirut ist, mutig, sensibel und professionell zugleich (der Spannungsbogen, der Schnitt, die Kameraführung). Der junge Filmemacher zeigt uns die Realität mit einer aufrichtigen und klaren Haltung. Das Geschehen basiert teilweise auf persönlichen Erfahrungen. Er geht keine Kompromisse ein,um sich dem Markt und einem Massenpublikum anzupassen. Dieser Filmemacher ist ein Zeitzeuge, ein Bürger, der im Film von zentraler Präsenz ist.( Al-Akhbar, Pierre Abi Saab (In einem Artikel über das libanesische Filmjahr 2008, Januar 2009)

Semaan, seine Tiere, sein Besuch und die Landschaft selbst sprechen zu uns über eigentlich unaussprechliche Mühsal, Trauer und die Möglichkeit von Schönheit und  Frieden in unserer Welt. […] Simon El Habre zeigt uns einen Mann, der in Schönheit lebt, in Frieden mit seinen einstigen Feinden. Wir haben eine Chance, wenn wir Geschichten wie dieser zuhören.
(Goundreport, Avery Hudson)

Neben der trostspendenden Versöhnlichkeit und Menschlichkeit, die dieser Film trotz des in der Erinnerung der libanesischen Gesellschaft allgegenwärtigen Krieges illustriert, muss ich auch noch dessen fotografische Ausdrucksstärke erwähnen: Man hätte ihn auch ganz ohne Ton und in unbeweglichen Fotos sehen können, und hätte dann zwar Semaans unschlagbaren Humor verpasst, aber trotzdem verstanden, welche Geschichte der übrigens sehr sympathische Dokumentarfilmer dem Publikum erzählen wollte. (minerva.jimdo.com, Frauke M.) 

Eine Perle, die einen der reizvollsten Charaktere des Festivals (Hot Docs) zeigt. The One Man Village ist ein großartiges Dokument über den Einfluß von Krieg auf eine sich verändernde Landschaft. (NOW Magazine, Suzan G. Cole)

Deutsche Welle TV Beitrag zur Berlinale
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