| November 2010
1. Neue Adresse mec film 2. Filme von Eyal Sivan 3. Veranstaltungen: arabische Musikvideos und Art Lounge Libanon 4. Veröffentlichung – Palästina neu erfinden: Das Friedenskino von Jenin – jetzt online 5. DVD des Monats – MASHA -----------------------------------
1. Neue Adresse seit 1.11.2010 mec film ist umgezogen. Neue Adresse seit 1.11.2010 mec film Emdener Str. 48d 10551 Berlin Telefon, Fax und Mail bleiben wie gehabt ----------------------------------
2. Filme von Eyal Sivan
mec film freut sich, Kinos und Institutionen folgende Filme von Eyal Sivan zur Verfügung stellen zu können. Die Mehrzahl der Filme (die neueren Arbeiten) ist mit deutschen Untertiteln verfüg bar. Für Buchungen und Preisanfragen wenden Sie sich bitte an Irit Neidhardt, Tel: 030-66766700 oder
irit@mecfilm.de
Der Regisseur Eyal Sivan hat 1987 seinen ersten Film vorgelegt. In ‚Aqabat Jaber – Passing Through‘ widmet er sich als einer der ersten israelischen Regisseure der Situation der palästinensischen Bevölkerung in den 1948 errichteten Flüchtlingslagern. Bereits in dieser Arbeit legte der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Regisseur den Grundstein für sein Oeuvre, in dem er sich mit verschiedenen Spielarten politischer Gewalt und kollektiver Erinnerung auseinandersetzt. Sivan verweigert sich in seinen filmischen Reflexionen nationalistischen Narrativen und legt das Augen merk häufig auf Täterschaft und Mitläufertum, sei es in seinen Arbeiten über Wirkungen des Zionismus wie ‚Izkor – Sklaven der Erinnerung‘ (1991) oder seinem jüngsten Film ‚Jaffa – The Orange’s Clockwork‘ (2009) oder den Auseinandersetzungen mit den Genoziden in Afrika, ‚Burundi, under Terror‘ (1996) und ‚Itsembatsemba, Rwanda one Genozide later‘ (1997), mit Überwachungsmaterialien der Stasi in ‚Aus Liebe zum Volk‘ (Koregie Audrey Maurion, 2004) und seinem bahnbrechenden Werk ‚Ein Spezialist – Portrait eines modernen Mörders‘ (1999), das Pate für zahlreiche Filme über Kriegsverbrechertribunale gestanden hat und steht. Filmliste als pdf
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3. Veranstaltungen: Arabsiche Musikvideos und Art Lounge Libanon
Arabische Musikvideos auf der Langen Nacht der Musikvideos beim SoudTrack_Cologne 7.0 Am 24.11.2010 hat Irit Neidhardt einen Vortrag zu arabischen Musikvideos gehalten. Im nächsten Rundbrief werden Ihnen mitteilen, wo Sie das Vortragsscript mit Hyperlinks zu den Videos online finden. Musikvideos sind in der arabischen Welt allgegenwärtig, leichtbekleidete Popstars und Backgroundsängerinnen flimmern unablässig im öffentlichen und privaten Raum über die Bildschirme. Der Vortrag gibt anhand zahlreicher Beispiele Einblick in die Klang- und Bilderwelten arabischer Musikvideos. Er fragt nach künstlerischen und ökonomischen Einflüssen auf die Videoclip-Produktion und stellt Arbeiten jenseits des arabischen Mainstream vor. Mehr Infos
Art Lounge Libanon am 30.11.2010 im Körberforum Hamburg (ausverkauft) Die Filmkuratorin Irit Neidhart stellt in der ART Lounge Libanon drei Kurzfilme von Sabine El Chamaa, Lina Gheibeh und Carlos Chahine vor. Außerdem Künstlergespräch, Fotos von Dalia Khamissy, Musik und Kulinarik. Mehr Infos
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4. Veröffentlichung – Palästina neu erfinden: Das Friedenskino von Jenin – jetzt online Auf Initiative des Dokumentarfilmers Marcus Vetter und mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes wurde Anfang August 2010 das Cinema Jenin über 20 Jahre nach seiner Schließung wieder eröffnet. Es ist als „Kino für den Frieden" konzipiert und soll den Menschen in Jenin Hoffnung geben. In ihrem Artikel spürt Irit Neidhardt den unterschiedlichen Definitionen des Begriffs Frieden, die im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts und den verschiedenen Lösungsversuchen angewendet werden nach und hinterfragt das Friedenspotential des Cinema Jenin kritisch. Der ganze Text hier
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5. DVD des Monats – MASHA Dana Goldberg setzt sich in ihren Kurzfilmen mit Formen von Gewalt jenseits der gängigen Wahrnehmungsmuster auseinander und untersucht, wie nebenbei, inwiefern sich Gewaltstrukturen der durchmilitarisierten israelischen Gesellschaft in zivile Beziehungen einschreiben.
Inhalt Eine Frau Mitte zwanzig und ein 14-Jähriger Junge sitzen sich im Schlafzimmer der Frau gegenüber. Die Frau ist Regisseurin. Sie ist die Regisseurin. Vermutlich lässt sie viele Jungen wie ihn jeden Tag vorsprechen. Er erlaubt sich nicht, sie in Frage zu stellen; er darf sich ihrer Order nicht widersetzen.
In Masha wollte ich eine Situation untersuchen, in der sich pathologische Dominanz-Beziehungen aus objektiven Bedingungen heraus entwickeln, jedoch mit einem wichtigen Unterschied: Ich wollte, dass beide Seiten Opfer sind. Jeweils in sehr unterschiedlicher Art, jedoch beide irgendwie verwundbar, beide verletzt. Ich wollte sehen, und zeigen, wie Grausamkeit aus echtem Schmerz heraus, aus Einsamkeit und Verzweiflung entstehen kann. Ich wollte mich auch mit einer Art ausweichender Ambivalenz befassen: einer Mischung aus Genuss und Angst. Das Publikum beobachtet die Szene durch Mashas Kamera. Es kann Masha selbst nicht sehen, hört aber ihre Stimme, ihre manipulativen Befehle. Wenn also der Bildausschnitt Mashas Blick ist, reflektiert und illustriert das Bild des Jungen und seiner Reaktionen auf ihre Forderungen ihren perversen Geist. Das ist, warum ich die Arbeit als Portrait von Masha betrachte. (Dana Goldberg)
Dana Goldberg, Israel 2005, Spielfilm, Kurzfilm, s/w, 10 min, Hebräisch Untertitel: Englisch PAL, kein Ländercode
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