| März 2011
1. Erinnerung: Bitte Adressänderung notieren!!! 2. JAFFA – THE ORANGE’S CLOCKWORK und andere Filme von Eyal Sivan 3. Veranstaltungen: MAID FOR SALE bei den Frauenkreisen 4. Veröffentlichung: „Kosmos der Subkulturen“ über Ahmad Abdalla’s MICROPHONE und unabhängiges Filmschaffen in Ägypten online 5. DVD des Monats – THE BLACK PANTHERS (IN ISRAEL) SPEAK -----------------------------------
1. Erinnerung: Bitte Adressänderung notieren!!! Es kommt noch immer viel Post an die alte Adresse, mec film ist im November umgezogen. Neue Adresse mec film Emdener Str. 48d 10551 Berlin Telefon, Fax und Mail bleiben wie gehabt ----------------------------------
2. JAFFA – THE ORANGE’S CLOCKWORK und andere Filme von Eyal Sivan Wer kennt sie nicht, die Jaffa-Orange? Seit Jahrzehnten ist sie lecker, gesund und weltberühmt. Selbst Stars wie Ingrid Bergman und Louis Armstrong posierten für sie – „Jaffa“ war die Coca-Cola der Fruchtsäfte. Die Geschichte der Hafenstadt Jaffa, deren Rumpf heute ein Stadtteil von Tel Aviv ist, ist Jahrtausende alt. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war sie eine der lebendigsten und kosmopolitischsten Städte des Nahen Ostens - kulturell, ökonomisch und politisch. In ihrem Umland wurden über Jahrhunderte Orangen kultiviert, der Export der palästinensischen „Jaffa-Oranges“ durch den Hafen gewährleistet. Anhand von einzigartig komponiertem Archivmaterial spürt Eyal Sivan in 'Jaffa, The Orange’s Clockwork' der Orangen-Marke nach. Er zeigt israelischen und palästinensischen Intelektuellen und Mitarbeitern der Zitrusindustrie alte Fotos, frühe Filmaufnahmen, Werbefilme und –plakate, politische Poster sowie Malerei rund um die Frucht. Sie erinnern, reflektieren und analysieren am Beispiel der Jaffa-Orangen ihre eigene Geschichte und die ihres Landes. Die unterschiedlichen, sich ergänzenden Narrative brechen Mythen und schreiben eine Geschichte jenseits nationalistischer Historiographie. Gleichzeitig zeigt die visuelle Selbstdarstellung der zionistischen Marke „Jaffa“ die systematische Schaffung einer Legende. Eyal Sivan, IL/D/F/B 2009, 88 min, Dokumentarfilm, Hebr./Arab./Engl./Franz. mit dt. UT, digital/Video
Termine im März: 1.-9.3.2011 Werkstattkino München (im Rahmen einer Werkschau) 18.3.20111 Globale Köln (im Filmforum)
mec film hat weitere Arbeiten von Eyal Sivan im Katalog, die für die Zusammenstellung von Werkschauen zur Verfügung stehen. Der Regisseur Eyal Sivan hat 1987 seinen ersten Film vorgelegt. In Aqabat Jaber – Passing Through widmet er sich als einer der ersten israelischen Regisseure der Situation der palästinensischen Bevölkerung in den 1948 errichteten Flüchtlingslagern. Bereits in dieser Arbeit legte der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Regisseur den Grundstein für sein Oeuvre, in dem er sich mit verschiedenen Spielarten politischer Gewalt und kollektiver Erinnerung auseinandersetzt. Sivan verweigert sich in seinen filmischen Reflexionen nationalistischen Narrativen und legt das Augenmerk häufig auf Täterschaft und Mitläufertum. pdf zum download ---------------------------------------
3. Veranstaltungen: MAID FOR SALE bei den Frauenkreisen Die Frauenkreise Berlin laden ein zum Filmabend der Reihe ‚Inside - Der Blick von Innen‘ am Donnerstag, den 10.März, 19: 30 mit dem TV-Dokumentarfilm MAID FOR SALE (2006), Regie Dima el-Joundi mit einem Referat von Irit Neidhart ein. Der Dokumentarfilm widmet sich dem Thema der Hausangestellten im Libanon. In keinem Land der Welt ist die Selbstmordrate der Hausangestellten so hoch wie im Libanon; die Frauen kommen aus Fernost und Afrika. Al-Joundi begleitet Hausangestellte aus Sri Lanka von den Vorbereitungskursen für die neue Stelle bis zu ihren Arbeitsstellen in Beirut. Sie spricht mit Anwälten, die sich für die Rechte dieser Frauen einsetzen, mit ihren Dienstfrauen und natürlich den Hausmädchen selbst. -------------------------------
4. Veröffentlichung: „Kosmos der Subkulturen“ über Ahmad Abdalla’s MICROPHONE und unabhängiges Filmschaffen in Ägypten online Der Artikel wurde Anfang Januar, also kurz vor den Erhebungen, von der Redaktion der qantara online gestellt, der ursprüngliche Titel war „Allen ein Mikrophon!“ und bezog sich auf eine Parole, die von den Machern des Films während der ägyptischen Premiere im Dezember ausgegeben wurde. Titel und Einleitung von der Redaktion. Link zum Artikel --------------------------------
5. DVD des Monats – THE BLACK PANTHERS (IN ISRAEL) SPEAK INHALT Die Black Panther in Israel sind eine soziale Bewegung der zweiten Generation von Mizrahim - Jüdinnen und Juden aus arabischen und islamischen Ländern. Der Aufstand der Black Panthers Anfang der 70er Jahre hatte radikale Auswirkungen auf die israelische Gesellschaft: Mit ihm begann ein neues kulturelles Bewusstsein der Mizrahim, das bis heute wirkt. Die Bewegung löste den Mizrahi-/Klassenkampf aus seinem lokalen und nationalen jüdischen Kontext und verband ihn mit der Bürgerrechtsbewegung in den USA, Dritt-Welt-Marxismus und - zum ersten Mal - mit dem palästinensischen Kampf in Israel. In diesem Film sprechen Protagonisten der Black Panther Bewegung über den Aufstand in der 70ern und heute, über die tragische Rolle, die die Shas-Partei in der Auseinandersetzung spielt sowie über die Beziehung von Besatzung und Unterdrückung der PalästinerserInnen und der Unterdrückung der Mizrahim. Eli Hamo und Sami Shalom Chetrit, Israel 2003, Dokumentarfilm, 53', OmeU PAL, kein Ländercode, sofort lieferbar
Festivals Independent Greek Festival Thessaloniki African Diaspora Film Festival New York Arabisches Film Festival Tübingen Fete de l'humanité "Ne laissons pas la Palestine devenir une prison à ciel ouvert" Sderot Film Festival
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